Presseerklärung

Es muss als wahres Trauerspiel angesehen werden, was sich in Voerde in der Frage „Sportplatzverlagerung Friedrichsfeld“ zwischen der Volkspartei SPD und den Fraktionen Grüne, WGV und Linke abspielt. Während insbesondere die Sportler dringend darauf warten, dass die im Stadtrat von SPD, CDU und FDP mit großer Mehrheit beschlossene Verlegung der Sportplätze in das Babcockgelände endlich umgesetzt wird, streiten diese Fraktionen und dann noch unter Moderation des Beigeordneten Limke über eine Bürgeranhörung, die es so nach der Gemeindeordnung nicht gibt. Dies zeigt, wohin es führt, wenn man meint, an der verfassungsmäßigen Ordnung und an der Mehrheit des Rates vorbei Entscheidungen herbeiführen zu können, die man dann als unmittelbare Demokratie und wahren Bürgerwillen bezeichnet. Tatsächlich nämlich geht es darum, dass Grüne, WGV und Linke einen als „wertvolles Waldstück“ bezeichneten Teil eines Industriegebietes um jeden Preis erhalten wollen, während die SPD aus Angst vor der eigenen Entscheidung sich zu einem faulen Kompromiss, der übrigens in der Gemeindeordnung keine Grundlage hat, durchgerungen hat. Um das Wohl und Wehe der Sportler geht es dabei nicht, weil bei Verhinderung der Verlegung der Sportanlagen für die dringend erforderliche Sanierung der Anlagen kein Geld vorhanden sein wird. Wie verwerflich das Verhalten der Gegner der Verlagerung ist, zeigt die Tatsache,dass bis jetzt die erhobene Klage noch nicht begründet ist. Dafür gibt es nur zwei Gründe: Entweder hat man keine Argumente für den Erfolg dieser Klage; dann sollte man sie zurücknehmen. Oder es geht nur darum, die Verlagerung so lange herauszuziehen, bis sich das Problem anderweitig löst, z.B. dadurch, dass die Friedrichsfelder Sportler zu anderen Vereinen abwandern und dort ihren Sport betreiben.

Wie lange will die SPD als Volkspartei dieses Spiel noch mitspielen?

Erstaunlich ist,dass der 1. Beigeordnete Wilfried Limke, immerhin Vertreter des Bürgermeisters in Verwaltungsangelegenheiten, – natürlich erfolglos – die Moderation übernommen hat.Er sollte andere wichtigere Dinge für Voerde tun als unnütze Vereinbarungen zu erzielen versuchen.

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Benninghoff

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